Um wissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten, bedarf es nachvollziehbarer und wissenschaftlich fundierter Methoden.
- Befragungen
- Standardisierte Umfragen
- Qualitative Interviews (z.B. Expert:inneninterview, offenes Interview, etc.)
- Beobachtung
- Teilnehmende vs. nicht-teilnehmende
- Offen vs. verdeckt
- Struktuiert vs. nicht-strukturiert
- Experimente
- Laborexperimente
- Feldexperimente
- Dokumenten- und Materialsammlung
- Sammlung von Textmaterial oder Dokumenten (z.B. politische Reden, Zeitungsartikel, Social-Media-Posts, etc.)
- Bild- und Videomaterial
- Weitere qualitative Erhebungen
- Gruppendiskussion/Fokusgruppen
- Ethnographische Feldforschung
- Tagebuchstudien
- Natur- und medizinwissenschaftliche Erhebungsmethoden
- Messungen (z.B. medizinisch, neuropsychologisch)
- Beobachtung in der Natur (z.B. geologische Kartierung, ökologische Monitoringstudien)
- Quantitative Auswertungsmethoden
- Deskriptive Statistisch
- Inferenzstatistik (Hypothesentests)
- Regressions- und Korrelationsanalysen
- Multivariate und explorative Verfahren (z.B. Faktorenanalyse, Clusteranalyse)
- Qualitative Auswertungsmethoden
- Qualitative Inhaltsanalyse
- Grounded Theory
- Diskursanalyse
- Hermeneutische Textinterpretation
- Thematische Analyse
- Fallrekonstruktion
- Mixed-Methods- und Metaauswertungen
- Mixed-Methods-Analysen (Integration quantitativer und qualitativer Ergebnisse)
- Systematische Reviews
Statistische Zusammenfassung von Effektstärken aus mehreren Studien
Welche Methode zur Untersuchung eines Forschungsgegenstandes geeignet ist, entscheidet sich durch das Forschungsinteresse, die damit verbundene Fragestellung, sowie persönlichen Vorlieben der forschenden Person.
Um wissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten, bedarf es nachvollziehbarer und wissenschaftlich fundierter Methoden.
Bei der Anwendung von empirischen Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie bei der Weiterentwicklung von Methoden spielen Qualitätssicherung und Einhaltung wissenschaftlicher Standards eine zentrale Rolle. Diese ermöglichen es, Forschungsergebnisse vergleichbar und übertragbar zu machen, sowohl bei den eingesetzten Methoden und Softwarelösungen als auch bei der Datenerhebung und der Darstellung von Ergebnissen. Für die Einlösung dieser Anforderungen ist es notwendig, über spezielle Fachkenntnisse zu verfügen oder sich diese bei Bedarf anzueignen.
Forschende und Studierenden sind verpflichtet sicherzustellen, dass die geplanten Projekte auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft aufbauen, relevant sind und einen neuen Beitrag leisten. Das gewählte Forschungsdesign und die Methoden müssen geeignet und gut begründet sein. Bei der Auswertung der Ergebnisse müssen Forschende objektiv bleiben und sich nicht von persönlichen oder externen Interessen leiten lassen.
Wichtiger Bestandteil des empirischen Forschungsprozesses ist auch dessen Dokumentation. Forschende halten sämtliche Informationen (Quellen, Daten, Methoden, Argumente, etc.) dazu fest, wie sie zu ihren Ergebnissen gelangt sind und achten dabei auf Nachvollziehbarkeit. So werden zum Beispiel auch jene Teilergebnisse dokumentiert, die die ursprüngliche Forschungsfrage oder Hypothese nicht bestätigen, sodass alle erlangten Erkenntnisse transparent dargelegt werden. Sollte die Dokumentation einzelner Prozesse aus spezifischen Gründen nicht möglich sein, müssen diese Prozesse im Methodenteil erläutert werden. Eine umfassende Dokumentation ist zudem die Grundlage für die Replizierbarkeit von Forschung. Dafür müssen alle relevanten Informationen zu verwendeten oder erhobenen Forschungsdaten, den angewandten Methoden, Auswertungs- und Analyseprozessen dokumentiert werden.
Wenn Sie Daten, Forschungsergebnisse oder Dokumentationen manipulieren, verstoßen Sie gegen die gute wissenschaftliche Praxis, was in einer Negativ-Beurteilung resultiert.
Quellen
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. 2020. Praxisleitfaden für Integrität und Ethik in der Wissenschaft. https://oeawi.at/events/praxisleitfaden-fuer-integritaet-und-ethik/
Deutsche Forschungsgemeinschaft. 2019. Kodex „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“. https://www.dfg.de/de/grundlagen-themen/grundlagen-und-prinzipien-der-foerderung/gwp/kodex
Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität. 2025. GWP-Richtlinien der ÖAWI. https://oeawi.at/richtlinien/
GMZ Grazer Methodenkompetenzzentrum
Methodenberatung für Angehörige der Uni Graz Halbärthgasse 6, 1. Stock
https://grazer-methodenkompetenzzentrum.uni-graz.at/de/